11. Speed-Dating

Speed-Dating –

die Kirschblüten

gefallen

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2 Gedanken zu “11. Speed-Dating

  1. … das gefällt mir sehr! Da finde ich so viel zwischen den Zeilen: Frische, Zeitdruck, Verwundbarkeit, Schönheit, Vergänglichkeit, Farben etc … wunderbar.

  2. Was das Viele zwischen den Zeilen anbetrifft, da kann ich meiner Vorrednerin Ramona nur zustimmen. Interessant wird es für mich dadurch, dass aus dem Vielen hier Eines wird. Dass all das Genannte, das ja nach zwei Seiten hin ausschlägt, in einem Haiku und darin wiederum in einem Ereignis zusammenkommt.

    Schon das moderne Speed-Dating vereint in sich all diese Gegensätze. Da treffen sich also eine Vielzahl von Damen und Herren, um im kurzen Zeittakt nach dem Rotationsprinzip mit dem nächsten Herrn oder der nächsten Dame ein kurzes Gespräch zu beginnen, um dabei herauszufinden, ob man sie oder ihn gern wiedersehen möchte, mit der möglichen Perspektive, dabei das Glück für’s Leben zu finden.

    Nein, ich mache mich darüber nicht lustig!
    Ich halte das sogar für eine Möglichkeit.
    Und dennoch: Etwas Groteskes haftet dem Ganzen schon an. Und zwar deshalb, weil hier ein kurzer Zeit-Punkt markiert wird, der – was natürlich schwer zugegeben werden kann, man will ja „cool“ bleiben – mit vagen Erwartungen für ein „ganzes Leben“ aufgeladen wird.
Mensch liefert sich dabei aus, oder er hält das für unklug und spielt ein Spiel. Und Gegenübermensch weiß das möglicherweise und spielt auch sein bzw. ihr Spiel. Und dann kann es in einzelnen Fällen passieren, dass sich beide in einem Lächeln oder in einem Augen – Blick begegnen, und es geschieht etwas.

    Hier sind es – möglicherweise – die Kirschblüten.
    Gleichgültig wo und wie die plötzlich ins Spiel kommen. Sie sind jetzt im Fokus beider.
    „Diese Kirschblüten!“ (So beginnt manches Haiku.) „Ja, diese Kirschblüten!“
    Mehr muss vielleicht gar nicht gesagt werden. Weder von den Beiden, noch im Haiku. Wenn der Mix stimmt, macht daraufhin Martina bei Thomas und Thomas bei Martina ein Kreuzchen, und wer weiß…

    Ich weiß: Jetzt geht das Kitschverdachtlämpchen an!
    Also muss schon noch ein ordentlicher Abschluss her:
    gefallen.
    Das hat die ordentliche Schwere von Herbstäpfeln.
    Und bleibt doch schelmisch in der Schwebe: „Gefallen, ja?“ „Gefallen sie dir? Gefällt er dir und gefällt sie dir?“
    
Oder
 sind die Blüten abgefallen, der Zauber ist aus und jeder geht für sich nach Haus?

    Wer weiß, wer weiß?

    Aber eine Möglichkeit ist es schon, wenn man sich frei genug fühlt…
    Offen und frei wie ein Haiku…

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