28. Im Spätsommerlicht

Im Spätsommerlicht

die alte Laube

mit goldenem Anstrich

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5 Gedanken zu “28. Im Spätsommerlicht

  1. Schön ist die Unmittelbarkeit und doe Widergabe der Betrachtung. Für mich aber etwas überladen – zu sehr goldener Spätsommer und wieder zu sehr das „Alter“ betonend, wie dies so oft geschieht.

  2. Okay, die Kritik hinsichtlich des Altersthemas kann ich nachvollziehen. Es ist aber auch ein wichtiges Thema, für jede/n von uns. Irgendwie muss man sich die Endlichkeit ja schönreden, sonst würden ja alle verrückt werden. Also ruhig den Goldanstrich dick auftragen, die Laubenheimeligkeit und die letzten Sonnentage genießen und das Vergangene wie auch das Vergehende reflektieren. Tolles Gedicht!

  3. Der Herbst ist die Jahreszeit, die dem Alter entspricht. Und wie keine andere Jahreszeit hat sie zwei Gesichter, die durch Reife und Fülle auf der einen und Welken und Vergehen auf der anderen Seite zum Ausdruck kommen. Das Leben läuft auf seine Voll-Endung zu.

    Das Haiku zeigt uns das schöne, das goldene Gesicht. Aber im Ungesagten lässt sich schon ahnen: Es ist ein Anstrich der Laube, die nicht für die Ewigkeit gemacht ist. Sobald das milde Licht schwindet, werden die Schatten kommen. Dieses Ahnen und Wissen macht die kostbaren Augenblicke um so werttvoller und stellt zugleich vor die Frage, wie wir ihnen begegnen.

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