4. Freitagsfrage

Eine ebenso provozierende wie amüsante Frage wird mit den Installationen des Künstlers Joseph Boys in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Verbindung gebracht: Ist das Kunst oder kann das weg?

Näheres dazu verrät uns Wikipedia: hier

Die  Frage hat einen ernsten, fast verstörenden Hintergrund: Die Grenzen zwischen Kunst und dem, was weg kann, zerfließen. Es bedarf des genaueren Hinsehens, des tieferen Nachdenkens, des intensiven Diskurses, des geschärften Kunstsinnes und des mutigen Urteils, um das eine vom anderen zu unterscheiden.
Wo das geschieht,  hat die Kunst – unabhängig vom jeweiligen Ergebnis – bereits einen wertvollen Beitrag zur BILDUNG, die auf und von vielen Seiten großgeschrieben wird, geleistet.

Mit scheint, die Frage hat auch im modernen Haikuland eine eminente Berechtigung und könnte dem Haiku aus seiner inflationären Krise helfen.
Sollten wir die Frage aufnehmen oder kann sie weg?

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2 Gedanken zu “4. Freitagsfrage

  1. Ich weiss nicht, ob es eine Antwort ist auf die Frage. Aber es ist das, was mir dazu einfiel: Beim Haiku kommt es ja wohl darauf an, so viel wegzulassen, bis nur noch das da steht, was nicht weg kann.

  2. Das ist eine sehr haikugemäße Antwort!
    Es ist ja in der Haikuszene tatsächlich sehr verbreitet, zuerst nach Kürzungen, Streichungen und Redundanzreduzierungen Ausschau zu halten, denn kurz, das weiß man immerhin ziemlich sicher, sollen die Haiku doch sein.

    Nun könnte man also schlussfolgern:
    Wenn bei einem Haiku nichts mehr weg kann, dann ist es Kunst.

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