33. Urgezeiten

Urgezeiten

fortgehende Ebben ankommende Fluten

aus dem Fernweh-Urland

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Ein Gedanke zu “33. Urgezeiten

  1. Am Meer die Gezeiten zu verfolgen, das kann schon ein sehr eindrückliches Erlebnis sein.
    Seit Urzeiten wiederholt sich dieses Wechselspiel von Ebbe und Flut.
    Allerdings sollte man dabei selbst auch etwas Zeit mitbringen. Denn im Unterschied zu vielen anderen Prozessen, die heute beschleunigt ablaufen, ändert sich hier der langsame, aber stetige Rhythmus nicht.
    Diese große Unbekümmertheit um unser kleines Eilen und Jagen, geht mir beim Betrachten dieses Haiku durch den Sinn – und lässt in mir etwas Fernweh nach dem Urland aufkommen, wo die Zeit noch von Sonne und Mond bestimmt wird.

    Allerdings muss ich zu diesem inneren Erlebnis erst einmal hingelangen. Ich empfinde die Zeilen 1 und 3 als eine Interpretation, die ich erst einmal beiseite schieben muss, damit ich an den Kern des Haiku gelange. Für mich wäre ein zweites, ein kontrastierendes Bild aus der geschäftigen Menschenwelt an dieser Stelle reizvoller.

    Oder sind die fortgehenden Ebben und ankommenden Fluten rein metaphorisch gemeint, als ewige Schwingungen aus dem Unbestimmbaren? Möglich ist das schon, aber Haiku mögen’s lieber konkret.

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