Das Haiku der Woche

Hier geht es zu den Haikus der Woche.

An jedem Freitag wird unter dieser Rubrik e i n neues Haiku ohne Autorennamen vorgestellt. Die Wochenenden werden also ab sofort noch etwas inhaltsreicher und spannender sein!
Seit Juli 2016 erscheint das neue Haiku der Woche immer montags gegen 18 Uhr und lädt zu einer schönen Feierabendbetrachtung ein.

Wer hier ein Haiku zur Diskussion stellen möchte, kann es an

verbiscum@gmail.com  mit dem Betreff: Haiku der Woche  

senden. Ich werde aus den Einsendungen ein Haiku pro Woche auswählen und mich dabei vor allem an der Vielfalt und der Diskussionswürdigkeit der Beiträge orientieren.

Von wem das Haiku letztlich stammt, weiß nur der Einsendende. Er oder sie übernimmt mit der Einsendung die volle Verantwortung dafür, dass seine anonyme Veröffentlichung hier mit Einverständnis des Autors oder der Autorin geschieht und keine urheberrechtlichen Grundsätze verletzt werden. 

Die wöchentliche Vorstellung eines Haikus stellt kein Ranking im Sinne der vielen Auswahlen und Wettbewerbe dar. Hier geht es vielmehr um die breite Grauzone an den Rändern des Phänomens Haiku.
Es gehört zu seinen Wesensmerkmalen, dass es offen und nicht abgeschlossen ist –
vergleichbar einem ausgestreuten Samenkorn. Wo es auf fruchtbaren Boden fällt und gute Bedingungen für seine Aufnahme findet, kann es aufgehen und seine Kraft entfalten.
Ob das allerdings geschieht, weiß man vorher nicht mit Sicherheit.
Zum Haikuschreiben gehören deshalb Zeit, Vertrauen und Wagemut.

Wenn von vornherein auf den Erfolg eines Haikus abgezielt wird, geht man vor der Veröffentlichung in vielen Fällen lieber mehr auf Sicherheit. Damit kommt ein gewisser Konformitätsdruck ins Spiel, der dem Wagnis und der Entwicklung von Neuem entgegenstehen kann. Die Erweiterung des Horizontes findet aber an seinen Grenzen statt.

Umgekehrt werden ungewöhnliche Haikus insbesondere von weniger bekannten Autoren mitunter nicht so beachtet, wie sie es vielleicht verdient hätten, weil sie in der Masse der sich schneller erschließenden Haikus geradezu untergehen. Manchmal kommt es allerdings auch vor, dass so eine Perle entdeckt und diskutiert wird.

Hier kann ein Ort sein, der solche Entdeckungen fernab der Schnellstraßen begünstigt, weil
– nicht ein Haiku das nächste jagt, sondern eine Woche dazwischen liegt
– keine Autorennamen zu Voreingenommenheiten verführen
– und der Schutz der Anonymität zu mehr Freiheit und Experimentierfreude ermutigt.

Die Frösche
ständig und überall
ein neuer Klang