21. Sehn –

Sehn

-sucht

ein klingender Duft

aus der Zukunft

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Haiku-Kalender 2017

Teilnehmer-Ausschreibung für einen Haiku-Kalender 2017

Liebe Haikufreunde,

in Zusammenarbeit mit einigen Interessenten der Gruppe „haiku-like“ auf Facebook strebe ich an, für das Jahr 2017 einen Haiku-Kalender im Format DINA 4 herauszugeben. Er soll sich in der Gestaltung an den bisher vom Hamburger Haiku Verlag veröffentlichten Haiku-Kalendern orientieren und damit ein Stück Kontinuität im Wandel herstellen.
Der Preis wird bei einer Mindestauflage von 80 Exemplaren bei 15,00 EURO inkl. Versand liegen. Den Preis können wir halten, wenn wir den Versand ehrenamtlich durchführen. Bisher haben sich zwei Haikufreunde zur Mitarbeit bereiterklärt. Wer mag noch helfen?
Damit das Projekt realisiert werden kann, bitte ich nun um eure Beteiligung:

Bitte schickt unter dem Betreff: „Kalender 2017“ an die Emailadresse verbiscum@gmail.com
bis zum 30.08.2016
– bis zu 5 Haiku, vorzugsweise mit einem jahreszeitlichen Bezug für den Kalender
– gern auch dazu geeignete Fotos in brauchbarer Auflösung im jpg-Format,
bei denen ihr die Rechte besitzen müsst
– eine verbindliche Angabe über die Anzahl der von euch bestellten Exemplare zum Preis von 15,00 €.

Das Projekt kann nur gestartet werden, wenn bis zum 31.08.2016 mindestens 53 Haiku und Zusagen über insgesamt mindestens 80 Bestellungen eingegangen sind.
Bitte verbreitet diese Teilnehmerausschreibung auch auf euren Websites und in eurer Umgebung, damit möglichst viele Interessenten erreicht werden.
In der Hoffnung auf ein gutes gemeinsames Haikukalenderjahr 2017!
Heinz Schneemann

1. Freitagsfrage: Leidet der Haikuprozess an Selbstbezüglichkeit?

Wenn in einer Haikucommunity ein Kurztext veröffentlicht wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit diesem Text umzugehen:
1. Man kann ihn auf sich wirken lassen, ihn „ausreden“ lassen und ihm dabei Zeit und Raum gewähren, sich zu entfalten.
2. Man kann sich ihm auch mit der Frage nähern, ob das überhaupt ein richtiges Haiku ist.

Auch wenn sich in der Praxis beide Ansätze durchdringen, wird doch die eine oder die andere Weise des Umgangs mit dem Text bald in den Vordergrund treten.

Zwar herrscht weithin darüber Einigkeit, dass es eine letztgültige Definition dessen, was ein Haiku eigentlich ist, nicht gibt und nicht geben kann – weil es sich dabei um einen Entfaltungsprozess und um ein Kommunikationsgeschehen handelt. Ein zentrales Merkmal des Haiku als Text ist ja gerade, dass es offen und der Text selbst eben noch nicht „alles“ – noch nicht das Haiku – ist.
Doch hat wohl jede und jeder trotzdem mehr oder weniger feste Vorstellungen davon, was ein Haiku ist und was nicht.

Werden nun diese – wie beim zweiten Annäherungsversuch – auf einen neuen Text übertragen, dient das der Orientierung des Lesers und seinem verständlichen Bedürfnis, seine eigene Haikuwelt in Ordnung zu halten.
Aber was geschieht dabei eigentlich?
Mir scheint, es geschieht dabei etwas sehr Ähnliches wie es  früher in den Kirchen üblich war: Neue Phänomene, werden primär nicht als neue Phänomene wahrgenommen und beobachtet, sondern von den angestammten und herrschenden Dogmen her betrachtet und bewertet. Und dann kann natürlich nicht wahr und nicht Haiku sein, was nicht wahr und nicht Haiku sein darf.
Diese Einstellung hat den Kirchen und der ganzen Gesellschaft über lange Zeit geschadet, bis sie angefangen haben, ihre eigenen Grundsätze zu relativieren.

Kann es sein, dass wir als Haikugemeinschaft einen ähnlichen Prozess durchlaufen?
Leiden das Haiku und der Kommunikationsprozess des offenen Haiku-Geschehens an einem Zuviel an Selbstbezüglichkeit?   

Programmänderung…

Ab sofort erscheint das neue Haiku der Woche immer montags gegen 18.00 Uhr.
Neue Beiträge, die dabei noch berücksichtigt werden sollen, bitte ich weiterhin bis Donnerstag 24 Uhr an verbiscum@gmail.com zu senden.

Freitags werde ich künftig in loser, aber nicht lückenloser Folge eine Freitagsfrage in der Diskursbar zur Diskussion stellen.
Das Anliegen dahinter ist es, das Gespräch über die Möglichkeiten und Wege des Haiku zu fördern. Nach meiner Wahrnehmung werden zwar täglich sehr viele Haiku geschrieben, veröffentlicht, gelesen und kurz kommentiert oder geliket – aber ein Gespräch über die damit verbundenen tieferen Zusammenhänge findet selten statt.
Solche Gespräche sind nicht jedermanns Sache und müssen es auch nicht sein. Aber manchmal entsteht bei einigen doch das Bedürfnis. Dafür wollen die Freitagsfrage und die Diskursbar einen Raum öffnen, in den ich alle Interessierten herzlich einlade.
Und wie beim Haiku der Woche gilt auch hier: Beiträge für die Freitagsfrage können mir gern  unter verbiscum@gmail.com zugemailt werden.